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Spielbericht HSV-Bayern vom Pressi Hamburg Henry

Sonntag, 24.08.2003, Präsis Geburtstag
Schon seit der Autobahn-Abfahrt Bahrenfeld habe ich ein seltsames Kribbeln im Bauch. Nicht, daß ich zu einem Rendezvous geladen bin – Séparée mit Kerzenlicht -, nein, heute steht mal wieder die alte Liebe auf dem Plan. Der HSV, der große HSV! 1. Mannschaft
Originale Rothosen der ersten (Bundesliga-) Saison stehen parat, als um kurz nach fünf die große Bundesliga-Coutdown-Uhr Ecke Nordtribüne umspringt: genau 40 Jahre spielt unser HSV nun schon in Liga 1, ununterbrochen, Dino. Doch wieviele Jahren gingen schon ins Land ohne große Titel oder nennenswerte Erfolge?!
Dieses Jahr wird aber alles anders: Top Team, top Vorbereitung, UEFA-Cup-Teilnahme. Mancheiner munkelte zum Saisonbeginn HSV vs. Bayern, ein Duell von Jäger und Gejagtem im Kampf um die Schüssel. Hamburger, was willst Du mehr...?
So unspektakulär wie unser Saisonstart und die Präsentation des neuen HSV-Maskottchens (ein überdimensionaler Dino, der nicht so recht aus seiner Eierschale springen konnte oder wollte), so präsentierten sich unsere Jungs gegen die Weltauswahl aus München: witzlos, ideenlos, torlos!Dino schlüpft
Nach einem 90minütigen HSV-Fehlpass-Festival stand es nach nur drei Münchener Torchancen 0:2 (Tore durch Pizzaro und den eingewechselten Elber), ohne daß die gehassten Lederhosen auch nur ein bißchen ins Schwitzen gerieten.
Dem HSV, der es allen Kritikern und vor allem sich selbst zeigen konnte, mangelte es nicht nur an Kampfgeist, sondern auch an einer deutlichen Führungsperson, die das Heft in die Hand nehmen konnte.
Klingt alles bekannt, doch nie ist mir das so bewußt geworden wie bei dem Anblick, der sich mir bot. Alibi-Quer- oder lieber gleich Fehlpässe. Angsthasenfussball. Alleine junge Nachwuchskicker (Schlicke, Benjamin, Maltritz) versuchten noch ihr Bestes. Zweitgenannter bekam für seinen Einsatz keinen Applaus sondern die Ampelkarte für übermotiviertes „Einschreiten“. Unser Coach hätte reagieren können / müssen. Egal. Denn auch zu elft hätte sich am Spielstand kaum was geändert. Spätestens Tortitan Kahn – er klärte nach der schönsten Kombination des Tages den nicht minder schlechten Abschluss von Taka – hätte es zu verhindern gewußt.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, daß ein Kribbeln im Bauch auch bei Gegnern wie Freiburg und auch bei einem Tabellenplatz im unteren Drittel spätestens ab Bahrenfeld wiederkehrt und man sich immer zweimal im Leben / in der Saison sieht. Und bis dahin prognostizieren die Meteorologen wieder eine tosende Torflut aus dem Norden – in roten Hosen- 100%!

Ich halte es hier mit Busfahrer Hantzzz, und sage zu unserer Elf, die gerade jetzt unsere Unterstützung braucht: Kopf hoch, Jung!

Hamburg Henry
- Pressesprecher des HSV-Fanclubs NYC -

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